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oegb.at Relaunch auf Adobe Experience Cloud

Hintergrund

Im Jänner 2020 starteten wir für unseren Langzeit Kunden, den ÖGB Verlag, ein ehrgeiziges Projekt welches wir erfolgreich meistern konnten. Das Ziel des Projekts war es das bereits in die Jahre gekommene bestehende Oracle Web Content Management System durch ein State of the Art System – Adobe Experience Cloud – schrittweise zu ersetzen.

Ziel der ersten Projektphase, welche nur bis Ende des Jahres andauern sollte, war es die zwei Webseiten mit den meisten Besuchern zu relaunchen (oegb.at, gpa.at) und dabei ihr neues Corporate Design zu präsentieren.

Funktionalitäten

Die Anforderungen von Autorinnen und Autoren an ein Web Content Management System sind in den letzten Jahren sehr gestiegen und daher war es unser Ziel ein möglichst flexibles Redaktionssystem bereitzustellen. Deswegen haben wir zusätzlich zu simpleren Komponenten, wie z.b. einer Text Komponenten, ein Set an Komponenten geschaffen, welche komplexere Elemente auf der Seite generieren und darstellen können. Das beste Beispiel hierfür ist unsere „Page List“ Komponente die es sehr einfach macht interessante Seiten gesammelt zu präsentieren. Die Komponent bietet hierzu unterschiedliche Möglichkeiten die Seiten auszuwählen (per Tag, per Pfad im Content Repository, einzeln). Weiters kann aus unterschiedlichen Layout Möglichkeiten und Teaser Stylen ausgewählt werden.

Herausforderungen

Die Adobe Experience Cloud benutzt anders als die meisten Web Content Management Systeme keine relationale Datenbank um den Content zu speichern sondern setzt auf eine Implementation der Java Content Repository Spezifikation (Apache Jackrabbit). Die Daten werden hierbei in einer Baumstruktur gespeichert, weil Webseiten auch meistens wie ein Baum aufgebaut sind und sich dadurch Synergien ergeben. Jede Seite innerhalb der Webseite wird nur anhand ihres eindeutigen Pfades identifiziert. Diese Datenstruktur bringt natürlich nicht nur Vorteile mit sich, sondern erfordert immer wieder Performance Überlegungen, z.b. beim Traversieren.

Eine weitere Herausforderung in diesem Projekt war es Anpassungen an einem „bleeding edge“ Produkt zu machen, bei dem potentiell Features noch nicht released sind oder sich APIs ändern können. Unser Team konnte jedoch durch seine agile Arbeitsweise immer perfekt auf neue Releases der Adobe Experience Cloud reagieren.

Architektur & Tech-Stack

Die Adobe Experience Cloud benutzt Apache Felix als Java Container welcher modulares Deployment einzelner Java Services erlaubt. Darauf aufbauend wird Apache Jackrabbit für die Datenhaltung und Apache Sling als Web Application Framework verwendet.

Weiter haben wir uns entschieden für das Frontend einen hybriden Ansatz aus Templating (HTL) und React zu wählen, weil dies sowohl den Einsatz von Core Components ermöglicht als auch für dynamische Frontend Elemente die Vorteile von React bietet.